Was sind Aerifizierer?
Aerifizieren ist ein Verfahren, bei dem kleine Löcher in die Grasnarbe gestochen werden, um den Boden zu belüften. Die Sauerstoffversorgung der Wurzeln verbessert sich, das Wurzelwachstum wird gefördert und Wasser dringt leichter ein. Verdichtete Böden werden gelockert, sodass sich der Rasen regenerieren kann.
Entscheidend ist dabei, wie die Löcher entstehen. Volle Zinken verdrängen die Erde lediglich zur Seite – die Verdichtung wandert damit an den Lochrand, statt zu verschwinden. Hohlspoons, wie sie der Rasenspecht verwendet, stechen dagegen einen Erdpfropfen aus und befördern ihn nach oben. Dieser Bodenaustausch schafft echten Hohlraum: Der Boden kann sich entspannen, und die offenen Kanäle nehmen anschließend Sand auf, der die Drainage dauerhaft verbessert.
Warum ist Aerifizieren wichtig?
Ein gut belüfteter Boden ist die Grundlage für einen gesunden Rasen. Vier Effekte machen den Unterschied:
- Bessere Belüftung: Sauerstoff gelangt an die Wurzeln, was das Wurzelwachstum und die Pflanzengesundheit fördert.
- Tiefere Wurzeln: Wo der Boden locker ist, wachsen Wurzeln in die Tiefe – und tief wurzelnde Gräser überstehen Trockenphasen deutlich besser.
- Weniger Staunässe: Überschüssiges Wasser wird abgeleitet, das Risiko von Wurzelfäule und Pilzkrankheiten sinkt.
- Dichte Grasnarbe: Ein regelmäßig aerifizierter Rasen bleibt dicht und robust – und lässt Unkraut und Moos weniger Raum.
Was ist besser: Aerifizieren oder Vertikutieren?
Beides sind wichtige Pflegemaßnahmen, sie lösen aber unterschiedliche Probleme. Aerifizieren wirkt im Boden: Es verbessert Durchlüftung und Wasseraufnahme und ist die Antwort auf verdichtete Flächen. Vertikutieren wirkt an der Oberfläche: Es entfernt Moos und Rasenfilz, jene Schicht aus abgestorbenem Material zwischen Halm und Boden, die Wasser und Nährstoffe abhält.
Die Frage ist also nicht, was besser ist, sondern was dein Rasen gerade braucht. Steht das Wasser nach Regen auf der Fläche und fühlt sich der Boden hart an, ist Aerifizieren richtig. Liegt eine filzige, schwammige Schicht auf dem Boden, ist es Vertikutieren. Häufig ist beides sinnvoll – dann zuerst vertikutieren, danach aerifizieren.
Wann und wie oft aerifizieren?
Die beste Zeit ist das Frühjahr und der Frühherbst, wenn der Rasen aktiv wächst und die Fläche feucht, aber nicht durchnässt ist. Auf trockenem, hartem Boden dringen die Spoons nur schwer ein; auf nassem Boden verschmiert die Erde. Ein- bis zweimal jährlich genügt für die meisten Flächen – stark beanspruchte oder schwere, lehmige Böden dürfen häufiger.
Schritt für Schritt
- Den Rasen kurz mähen.
- Mit dem Rasenspecht gleichmäßig Löcher stechen – in Bahnen, damit keine Fläche ausgelassen wird.
- Die Cores von der Fläche nehmen. Beim Rasenspecht sammelt die Auffangwanne sie direkt ein, sodass das Aufsammeln entfällt.
- Sand in die offenen Kanäle einarbeiten – hier verbindet sich das Aerifizieren mit dem Topdressing und wirkt langfristig.
- Gründlich wässern, bei Bedarf düngen oder nachsäen. Die geöffnete Grasnarbe ist der beste Moment für eine Nachsaat.
Rasenspecht – seit 2009 aus Bramsche
Angefangen hat alles 2009 mit dem ersten Prototyp des Rasenspechts. Unser Handaerifizierer arbeitet mit konisch geformten Hohlspoons: Die konische Form sorgt dafür, dass sich die Erdpfropfen zuverlässig lösen und nach oben ausgeworfen werden, statt in den Spoons festzusitzen. Die Auffangwanne nimmt sie auf und verhindert, dass die Erde zurück in die Löcher fällt.
Gefertigt wird in unserer Werkstatt in Bramsche. Unser Anspruch ist es, Geräte zu bauen, die nicht eine Saison halten, sondern ein Gärtnerleben – und für die wir als Hersteller jedes Ersatzteil dauerhaft liefern können.
Werkzeuge, die zusammenarbeiten
Der Rasenspecht-Aerifizierer ist das Kernstück, aber er arbeitet selten allein. Was nach dem Aerifizieren kommt, entscheidet über das Ergebnis.
Mit dem Rasenrakel wird der Sand nivelliert und in die offenen Löcher eingearbeitet – so werden Senken über die Saisons hinweg nach und nach ausgeglichen. Die Rasenkralle löst tieferliegende Verdichtungen, an die die Spoons nicht heranreichen, und noch tiefer arbeitet die Bodenlanze, die per Kompressor Luft in den Wurzelraum bringt.
Der Rewukil – kurz für REgenWUrmhäufchenKILler – deckt über austauschbare Kassetten mehrere Aufgaben ab: Die Sammelkassette nimmt Laub, Kastanien und die Cores nach dem Aerifizieren auf, die Lüfterkassette belüftet schonend, die Vertikalkammkassette richtet querwachsende Halme wieder auf, und mit der Bürste als Aufsatz fegst du Sand in die Grasnarbe ein. Ergänzt wird das Sortiment durch unsere Rasensamen für eine dichte, widerstandsfähige Narbe.